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      letzte Aktualisierung: 01.12.2018 7:52

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Deutsche Bahn und SNCF bauen Zusammenarbeit aus

Berlin/Paris (ots) - Letter of Intent unterzeichnet / Neues Zeitalter im europ�ischen Hochgeschwindigkeitsverkehr beginnt / Attraktives Angebot mit ICE und TGV startet 2007 - Ausbau der erfolgreichen gemeinsamen G�terverkehrstochter RailEuroConcept vereinbart.

In Anwesenheit von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe und dem franz�sischen Verkehrsminister Gilles de Robien haben Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, und Louis Gallois, Pr�sident der Franz�sischen Staatsbahn SNCF, heute in Stra�burg einen Letter of Intent zum Ausbau der Zusammenarbeit im grenz�berschreitenden Bahnverkehr unterzeichnet.

Das neue gemeinsame Angebot der beiden Bahnen startet Mitte 2007. Bahnchef Mehdorn: "Mit Unterzeichnung des Letter of Intend haben wir einen Meilenstein in unserer Zusammenarbeit gesetzt. Deutsche Bahn und SNCF starten damit in ein neues Zeitalter des europ�ischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs. Europa w�chst auch auf der Schiene zusammen."

F�r den Pr�sidenten der SNCF, Louis Gallois, liegt die Bedeutung des Abkommens darin, dass "durch die in der Vereinbarung geb�ndelten Kompetenzen beider Unternehmen dem europ�ischen Hochgeschwindigkeitsverkehr eine neue Dimension gegeben wird." Gallois: "Indem wir die Verbindung unserer beiden Netze herstellen, schaffen wir f�r unsere europ�ischen Kunden ein v�llig neues Angebot."

DB und SNCF werden zum 1. Januar 2006 ein Joint Venture mit einer Beteiligung von jeweils 50 Prozent und Sitz in Saarbr�cken gr�nden. Basis ist eine Vereinbarung beider Bahnen f�r einen gemeinsamen grenz�berschreitenden kommerziellen Betrieb. Damit wird die Regierungsvereinbarung zum grenz�berschreitenden Infrastrukturausbau von La Rochelle aus dem Jahr 1992 zwischen Deutschland und Frankreich in wichtigen Teilen fortgef�hrt.

Ab Mitte 2007 werden im Korridor Paris - Ostfrankreich - S�dwestdeutschland (POS) TGV- und ICE-Z�ge fahren. Die Nordroute f�hrt von Frankfurt am Main nach Paris mit Halten in Mannheim, Kaiserslautern, Saarbr�cken, Forbach und Lorraine. Auf der S�droute fahren die Z�ge von Stuttgart nach Paris und halten in Karlsruhe und Stra�burg. Die Reisezeit zwischen Paris und Frankfurt am Main beziehungsweise Paris und Stuttgart soll sich dadurch von heute �ber sechs Stunden auf weniger als vier Stunden verk�rzen. Durch dieses attraktive Angebot erwarten Deutsche Bahn und SNCF einen Zuwachs um 500.000 Fahrg�ste. Dies entspricht mittelfristig einer Zunahme von mehr als 50 Prozent.

Kooperation im Schieneng�terverkehr wird ausgeweitet

Im G�terverkehr werden ab Fahrplanwechsel im Juni - zus�tzlich zum Grenzbahnhof Forbach/Saarbr�cken - auch alle �brigen Eisenbahn-Grenz�berg�nge zwischen Deutschland und Frankreich durchg�ngig befahren. Eingesetzt werden Mehrsystemloks beider Bahnen, die f�r die Strom- und Signalsysteme beider L�nder geeignet sind. H�here Produktivit�t und Wettbewerbsf�higkeit der G�terbahn gegen�ber anderen Verkehrstr�gern sind das Ergebnis dieses interoperablen Einsatzes. Bei Railion und Fret SNCF, den G�terverkehrssparten beider Bahnen, werden daf�r insgesamt 40 Lokomotiven und Lokf�hrer eingesetzt. F�r die Kunden werden die Transporte auf allen Achsen zwischen Frankreich und Deutschland damit zuverl�ssiger und um bis zu zwei Stunden schneller - sowohl im Ganzzug- und Einzelwagenverkehr als auch im Kombinierten Verkehr.

Bahnchef Hartmut Mehdorn zur Bedeutung der Kooperation: "Wir fahren gemeinsam mit SNCF Tag f�r Tag nun die stattliche Zahl von 100 Frachtz�gen zwischen Deutschland und Frankreich. F�r die Kunden werden wir zuverl�ssiger und um Stunden schneller und machen so unsere Transporte attraktiver. Und wir wollen noch mehr Qualit�t und Wachstum erreichen, indem wir die G�terz�ge zwischen Frankreich und Deutschland aus einer Hand verkehren lassen - operativ gesteuert von einer gemeinsamen Tochtergesellschaft."

Au�erdem unterzeichneten die beiden Bahnchefs heute eine Absichtserkl�rung zur Weiterentwicklung der gemeinsamen Tochtergesellschaft RailEuroConcept (REC), die an der Ausgestaltung ihrer Produktionspartnerschaft ma�geblich mitgewirkt hat. Die Gesellschaft soll ab Januar 2006 auch die Produktionsplanung und -steuerung sowie die Qualit�tssicherung f�r grenz�berschreitende G�terz�ge �bernehmen und somit den Kernpfeiler der interoperablen Produktion bilden. In einer anschlie�enden, zweiten Phase soll REC dann die Produktion ausgew�hlter Verkehre eigenverantwortlich �bernehmen.

Die beiden Partner werden in den kommenden Monaten weitere Details f�r die Realisierung erarbeiten.

 
Quelle: Deutsche Bahn AG
Datum: 23.05.2005
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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